Ich mag Zukunftsprognosen. Vor allem die, die sich als völlig falsch erwiesen haben. So die Preisklasse “640 Kilobyte Speicher sollten für jede Anwendung reichen”, von Bill Gates, oder die von dem Hollywood-Tycoon aus der Stummfilmzeit, der sich sicher war, dass kein Kinobesucher je Schauspieler würde sprechen hören wollen.
Mich amüsieren solche komplett daneben gegangenen Prognosen, weil sie zeigen, dass auch ausgewiesene Experten, die mit visionären Ideen ganze Branchen aufgemischt und die Welt verändert haben, nur mit Wasser kochen. Eines verstehe ich allerdings nicht: auch die blamabelste Fehleinschätzung hält die Menschen nicht davon ab neue Prognosen in die Welt zu setzen und ganz fest an sie zu glauben.
Deshalb hat Bill Gates auch noch prognostiziert, dass im Internet niemand Geld verdienen wird. Und wichtige Menschen aus der Film- und Fernsehwirtschaft waren sich ganz sicher, dass keiner sich kleine, unscharfe, ruckelnde Videos aus dem Netz herunterladen würde. Und die nächsten Fehlprognosen, über die man in ein paar Jahren lächelnd den Kopf schütteln wird, sind schon auf dem Markt. Man müsste nur sicher wüsste welche…