Man kann über Google sagen was man will und über das drohende Monopol auf dem Suchmaschinenmarkt wehklagen, aber die Jungs haben wirklich saugute Ideen. Nach dem genial einfachen Google-Suchschlitz, Google-News, Google-Maps und der Google-Bildersuche, habe ich heute auf Google-Experimental die nächsten überzeugenden Features gesehen.
Google zeigt auf dieser Seite, auf welche Art Suchergebnisse künftig aufbereitet werden könnten. Trefferlisten werden dabei wahlweise über einen Zeitstrahl navigiert oder auf einer Google-Map verortet. Damit kann man dann beispielsweise sehr leicht herausfinden, wann zum ersten Mal etwas über Barack Obama geschrieben wurde oder wo schon überall Olympische Spiele stattgefunden haben. Als dritte neue Darstellungsform bietet Google in dieser Betaversion an, Suchergebnisse in der gewohnten Liste nach den Kriterien Ort, Zeit oder Maßeinheiten neu zu sortieren.
Es macht einen Riesenspaß mit den neuen Möglichkeiten herumzuspielen. Respekt Google.
Es bedarf wenig Fantasie, sich vorzustellen was die breite Nutzung der neuen Features bedeuten könnte. Bisherige Google-Spitzenergebnisse, die mit hohem Aufwand unter die Top 10 gebracht wurden, verschwinden mit einem Mausklick in der Bedeutungslosigkeit. Zum Beispiel weil der User einen Onlineshop in seiner Umgebung sucht. Da schwitzen sicher schon einige aus der Optimierungsbranche.
Noch eine interessante und vor allem nützliche Anwendung habe ich bei Google-Experimental entdeckt. Tastatur-Shortcuts für die Suche mit Google. Mit “J” und “K” geht es die Ergebnisliste rauf und runter. Ein “O” öffnet die gefundene Seite. Das würde den digitalen Alltag aller Mausarm-Geplagten erleichtern. Da freu ich mich doch schon drauf.