Ja ich gebe es zu. Ich hatte fest vor meinen gerade zu Ende gegangenen USA-Urlaub zu nutzen, um mir verbotswidrig für 399 US-Dollar ein Apple I-Phone zu kaufen und es unter Umgehung einer Vielzahl von Vorschriften unverzollt nach Deutschland zu schmuggeln. Alles was man zum hacken eines I-Phones braucht, hatte ich mir vorher angeeignet, nichts und niemand konnte mehr verhindern, dass ich als stolzer Besitzer eines mit einer deutschen Standard-Telefonkarte betriebenen I-Phone aus dem Urlaub heimkehren würde…
Außer Apple. Denn meine Bemühungen in den USA ein I-Phone zu erwerben blieben vergebens. Am Willen und an der Hartnäckigkeit hat es dabei nicht gefehlt. Drei Mal habe ich allein den Apple-Flagstore an der Ecke 5th Avenue/Central Park in New York besucht. Einmal bin ich dafür sogar früher aufgestanden. Weitere drei Mal suchte ich den Apple-Store in Miami Beach heim. Und bei Apple in Tampa habe ich zwei mal angerufen. Die Auskunft war immer die selbe. I-Phones waren “out of stock”.
Während in New York noch jeweils für den nächsten Tag eine neue Lieferung von I-Phones in Aussicht gestellt wurde, blieben die Auskünfte der Apple-Verkäufer in Miami Beach und Tampa immer unverbindlicher. In der Dienstleistungswüste Deutschland würde man sagen: “Kennen wir nicht, haben wir nicht, kriegen wir auch nicht mehr rein”.
Das out-of-stock Problem bei den I-Phones scheint übrigens ein weltweites zu sein. Außer bei O2 in Großbritannien und bei t-mobile in Deutschland hat nach Berichten im Internet niemand mehr trendige Apple-Handys im Lager. Im Internet finden sich auch Erklärungen für die globalen Engpässe. Apple-Chef Steve Jobs soll angeblich bei der bevorstehenenden Apple-Entwicklerkonferenz am 9. Juni in San Francisco die nächste Generation des I-Phone vorstellen. Danach soll das Teil ganz schnell weltweit in die Läden kommen. Dafür wird angeblich bereits produziert.
Das neue I-Phone soll 3G heissen und einiges mehr können als seine Vorgänger. Vor allem soll die in Europa schmerzlich vermisste UMTS-Tauglichkeit im neuen I-Phone vorhanden sein. Und billiger werden soll das Vergnügen, ein I-Phone zu besitzen, auch. Schreibt zumindest die Netzwelt.
So gesehen muss ich ich ja schon fast froh sein, dass mir in New York oder Miami Beach keiner ein veraltetes Gerät angedreht hat. Jetzt warten wir erst mal den 9. Juni ab, und dann sehen wir weiter. Eines weiss ich nämlich seit meinen zahlreichen Besuchen in Apple Stores, bei denen ich ausgiebig die ausliegenden Demo-I-Phones getestet habe, ganz sicher. Es ist ein Riesen-Gerät, das in keinem digitalen Alltag fehlen sollte.