Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten, sagt der Volksmund. Seit ich das Ratgeberportal gutefrage.net kenne, habe ich an dieser Volksweisheit so meine Zweifel. Gutefrage.net ist eine echte Web 2.0 Anwendung. User die etwas wissen wollen, fragen. User die meinen zur Lösung der Frage etwas beitragen zu können, antworten.
So weit so gut. Oder auch nicht, wenn man sich manche Fragen genauer anschaut.
Ein paar Beispiele aus der Rubrik banal aber seltsam: “Macht Schokolade auch glücklich, wenn sie einem nicht schmeckt”, “Wie fliegen Bienen”, “Lieber in der Stadt wohnen, oder auf dem Land?”,”Ist dieses Wetter nicht fürchterlich?”.
Noch Fragen? Aber ja! Philosophische zum Beispiel: “Was meinen Ungäubige kommt nach dem Tod?”, “Welches Lied sollte man einmal im Leben gehört haben?”. Oder was aus der Reihe unverständlich: “Ich suche ein Auto beim Stadion”, “Bekommen Vereinsverteter Vorbestrafung mit wenn man in den Vereinsvertreter wird?”.
Mit der letzten Frage will ich meine Leser nicht allein lassen. Aus den Antworten ließ sich herauslesen, dass die Fragestellerin in einen Vereinsvorstand gewählt worden war und nun die Sorge hatte, ihre Vorstrafe könnte dadurch bekannt werden. Mit wenigen Klicks ließ sich übrigens auch herausbekommen, dass sie für eine SMS-Flirtline tätig war und dabei aber um ihre Vergütung gebracht werden sollte.
Für Blogger hab ich auch noch eine: “Was haben sog. Blogs für eine Funktion?”. Eine Antwort: “Das ist was für Leute mit Mitteilungsbedürfnis”.
Was lernt mich das? Es gibt doch dumme Fragen und nicht nur dumme Antworten. Aber es gibt auch Hoffnung. Zum Beispiel wenn auf die Frage, “Was wollen gerne Frauen”, die Antwort folgt: “Einen korrekten Satzbau”.