…heisst es bei Friedrich Schiller im Wallenstein. An diesen Satz musste ich denken, als ich gestern (Donnerstag) Abend eine SMS bekam, in der mir mitgeteilt wurde, dass Bayer Leverkusen gegen den FSV Mainz 05 den Einzug ins DFB-Pokalfinale geschafft hat. Dieses Spiel war am Dienstag. Mit zwei Tagen Verspätung bekam ich so doch noch die Auswirkungen des Netzausfalls bei T-Mobile am Dienstag Abend zu spüren. Peinliche Panne hin oder her, bei T-Mobile bleibt auf jeden Fall keine SMS liegen. Alles wird ausgeliefert, auch wenn es wenig Sinn macht. Allein, der gute Wille zählt. Am Sonntag dürfen T-Mobile-Kunden zum Ausgleich für den Ausfall vom Dienstag kostenlos SMS verschicken. Da werde ich mich bedanken.
Archiv für den Monat April 2009
Spät kommt ihr, doch ihr kommt…
Freitag, 24. April 2009Gehe Online über default
Freitag, 10. April 2009Bei Umzügen im Freundeskreis oder in der Verwandtschaft waren Jahre lang die Fähigkeiten gefragt, die ich mir während meiner Zivi-Zeit in einem Nebenjob als Klavierträger aneignen durfte. Dutzende Klaviere trug ich im Lauf der Zeit Treppenhäuser rauf und runter und wurde ein begehrter Umzugshelfer.
Heute sind diese Skills nicht mehr gefragt. Mein Rücken ist froh drum. Ein begehrter Umzugshelfer bin ich immer noch, denn ich verfüge über ordentliche Kenntnisse in der Informationstechnik. Und so werde ich bei anstehenden Umzügen immer mal wieder darum gebeten den neuen Internetanschluss und das WLAN einzurichten.
Was mich bei dieser Tätigkeit immer wieder erstaunt ist die Leichtfertigkeit, mit der nach wie vor WLAN-Verbindungen konfiguriert werden. Es müsste sich doch wirklich rumgesprochen haben, wie riskant es ist, ein ungesichertes Netz zu betreiben. Erst in dieser Woche fand ich in einem Mehrfamilienhaus ein unverschlüsseltes Netzwerk mit dem Namen “default”. In diesem Fall war es ein Glück. Denn der Provides des Anschlusses, den ich einrichten wollte, hatte zwar schon den Router geschickt, den Internetzugang aber noch nicht freigeschaltet. Der freie Zugang über Nachbar’s default-WLAN kam da wie gerufen.
Abwrackprämie digital - Oder: das lange Warten
Mittwoch, 01. April 2009Am Morgen des 30. März 2009 machte ich mich auf, mir meine Abwrackprämie zu sichern. Der bange tägliche Blick auf die Website der für die Prämiengewährung zuständigen Bundesanstalt für wasweissichwas und die immer bedrohlicher wachsende Zahl von eingesandten Anträgen sollte ein Ende haben. Ganz egal wann mein vor sechs Wochen bestelltes Auto endlich ausgeliefert werden wird, und ganz egal wann mein dem Ende seines Lebenszyklus entgegen fahrender 94er Golf letzendlich in der Schrottpresse landen wird. Ich wollte endlich die Sicherheit einer reservierten Prämie haben.
Offenbar war ich mit diesem Wunsch nicht allein. Hunderttausende von Mit-Abwrackern stürmten die Server der Bundesanstalt. Es dauerte bis zum Mittag des 30. März, bis ich erstmals das Webformular sah, in das ich meine Daten einzutragen hatte. Nach der Eingabe von Name und Adresse war aber schon wieder Schluss. Ich flog raus und bekam eine Seite zu sehen, auf der ich um Geduld gebeten wurde. Am Nachmittag sah ich zum ersten Mal, dass zum Formular auch ein css-Stylesheet gehört, bevor ich wieder jäh unterbrochen wurde.
Auf der Website der BAFA stand da schon lange der Hinweis, dass der Zugang zum Formular erschwert sei, es aber nicht an der BAFA oder ihrem Spezialdienstleister liegen könne, weil man vorher alles getestet habe. Das Netz, so war zu lesen, interpretiere den großen Ansturm auf die Abwrackprämie offenbar als Denial-of-Service-Attacke.
“Denial of Service” oder DoS, das klingt nach Unabwendbarkeit, ist für einen um seine Abwrackprämie bangenden Betroffenen aber kein Trost. Den Hinweis”versuchen Sie es später noch mal” empfand ich da schon nur noch als Hohn. Am Abend schaffte ich es dann zum ersten Mal die komplette Seite einzugeben. Da war dann erst nach dem “Weiter” Schluss. Von da ab nahm ich die Sache sportlich. Ich kannte meine Fahrzeug-Ident-Nummer zwar schon auswendig, legte aber jede Eingabe auf einen Tastatur-Shortcut.
Im Viertelstundentakt füllte ich meinen Antrag aus. Wenn es gut lief in deutlich unter 20 Sekunden. Nach Mitternacht kam ich soweit, dass ich das erste Mal das Captcha eingeben durfte. Von da ab hatte ich dann auch Zweifel an der DoS-Erklärung. Denn ins Formular waren ganz offensichtlich einige Features eingebaut worden, die einen Server so richtig in Stess bringen können. Um 0.45 Uhr hatte ich es dann geschafft. Alle Daten eingegeben, Captcha fehlerfrei erkannt, meinen Kaufvertrag als PDF hochgeladen, Bestätigung ausgedruckt. So zufrieden bin ich schon lange nicht mehr ins Bett gegangen.