Archiv für den Monat März 2010

Der iPad Hype

Mittwoch, 31. März 2010

Heute war ich in einem Zeitschriftenkiosk eines deutschen Großstadtbahnhofs. Dabei fiel mir auf, wieviele Zeitschriftentitel sich bereits ganz oder in weiten Teilen mit Apple’s iPad beschäftigen. Auch in unzähligen Onlineveröffentlichungen wird seit der iPad-Vorstellung Ende Januar rauf und runter über den neuen Stern am Lifestyle-Himmel berichtet.

Dabei bisher noch kein Mensch ein iPad kaufen können. Zu Ostern soll es in den USA die ersten geben, Ende April können wir in Deutschland mit den ersten Tablets rechnen. So breit wie in Zeitschriften und online über das iPad und seine Apps berichtet wird, müssen eigentlich schon tausende von Testgeräten im Umlauf sein. Alle Fotos die ich bisher gesehen habe wurden bei der offiziellen Präsentation aufgenommen, oder stammen von Apple. Selbst Spiegel online muss bei seiner jüngsten Veröffentlichung auf Pressematerial von Apple zurückgreifen.

Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass die allermeisten die bisher über das iPad geschrieben haben, noch nie eins in den Fingern hatten. Der Eindruck der in vielen Artikeln erweckt wird ist aber ein ganz anderer. Ein Distanz zeigender Konjunktiv ist die Ausnahme, das iPad soll kein tolles Gerät sein, es ist eins.

Um es klar zu sagen. Ich bin auch neugierig auf das iPad. Aber das was da momentan an Hype vom Hörensagen entfacht wird, irritiert mich.

Benehmen in Zeiten sozialer Netzwerke

Samstag, 27. März 2010

Ich bin eines von derzeit rund 400 Millionen Mitgliedern bei Facebook. Am Anfang meiner Mitgliedschaft stand der Wunsch mit meinen nicht mehr bei mir wohnenden Kindern in digitalem Kontakt zu bleiben. Dann entdeckte ich ein paar alte Freunde und Bekannte, mit denen ich mich hier einfach  austauschen konnte. Irgendwann kam die erste Freundschaftsanfrage von einer Kollegin, die mit vielen anderen Kollegen vernetzt war, die sich dann nach und nach auch mit mir vernetzen wollten.

Irgendwann habe ich mich gefragt, ob es eigentlich richtig ist in meinem Facebook-Account Privatleben und Beruf so zu vermischen. Die Antwort lautet: eigentlich ist es nicht richtig. Aber kann ich Kollegen mit denen ich mich gut verstehe einfach so ablehnen, wenn sie mit mir in Kontakt treten wollen, oder bin ich damit unhöflich und belaste mein berufliches Verhältnis zu ihnen? Die neuen sozialen Netzwerke stellen also auch neue Fragen nach dem richtigen Benehmen.

Ein wenig recherchieren zeigt, dass ich nicht der einzige bin der sich diese Fragen stellt. Fortbildungeinrichtungen bieten inzwischen eine beachtliche Anzahl von Seminaren zum Thema an. Und für die Vermischung von Freunden und Kollegen gibt es sogar schon den Fachbegriff  des “Frollegen“.

Browserauswahl hilft Opera

Donnerstag, 04. März 2010

An dieser Stelle hatte ich mich schon mal als großer Freund des Webbrowsers Opera geoutet. Mit großer Freude habe ich deshalb gelesen, dass die Zahl der Opera-Downloads steigt. Opera ist einer der Hersteller der von der in Windows 7 angebotenen Browserauswahl profitiert.

Microsoft hat sich ja in der kartellrechtlichen Auseinandersetzung mit der EU verpflichtet, neben dem hauseigenen Internet Explorer auch andere Browser zur Installation anzubieten. Seitdem hat sich die Zahl der Opera-Downloads in manchen europäischen Ländern offenbar verdreifacht.

Schön zu sehen dass PC-Besitzer offen für Neues sind wenn sie eine echte Wahl haben. Danke dafür nach Brüssel.