Preisunterschiede

Dem kalten Winter in Deutschland durfte ich für ein paar Tage entfliehen und mich in der Sonne Floridas wärmen. Ein schönes Gefühl, das bei einem Dollarkurs von knapp unter 1,50 eine stattliche Anzahl von Mitbürgern suchen. Man trifft sie im Flieger, an sonnigen Plätzen, vor allem aber in einem der zahlreichen Outlets und Einkaufszentren des amerikanischen Sonnenstaats.

Die Einkaufsbedingungen für Bewohner der Eurozone sind in den USA aber auch wirklich zu verlockend. Vor allem in den Warengruppen Damenoberbekleidung, Herrenoberbekleidung  und Schuhe. Kleidungsstücke hochpreisiger Marken, deren Anschaffung sich in der Heimat auch Besserverdienende gut überlegen, gehen im gut sortierten Outlet als Schnäppchen weg. Mit US-typischen Rabattangeboten wie “kaufe drei, zahle zwei” oder “das zweite Paar Schuhe gibts für die Hälfte”, wird Florida-Touristen die massenhafte Kaufentscheidung erleichtert.

Das böse Erwachen kommt dann oft beim Packen: Das zur Verfügung stehende Gepäckvolumen reicht nicht aus, oder ein Teil der ersparten Summen geht für die Bezahlung von Übergepäck drauf. Profis, so habe ich mir erzählen lassen, reisen nur mit dem Nötigsten an und tragen ab dem dritten Urlaubstag nur noch Neuware.

Bei aller Freude über die paradiesischen Einkaufszustände wüsste ich gerne wie sie zustande kommen. Warum kosten Laufschuhe, Jeans und Hemden großer Markenhersteller in den USA im regulären Handel nicht einmal die Hälfte dessen was in Deutschland zu bezahlen ist? Müssten sich die Preise in einer globalisierten Welt nicht eigentlich annähern? Wer verdienst an den Preisunterschieden? Die Hersteller? Der Handel? Das würde mich wirklich interessieren.

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