Ein Blick in meine Blogstats, die mir verraten wieviele Menschen mit welchen Suchbegriffen auf welche Einträge kommen, verrät klare Vorlieben. Mein meistgelesener Artikel ist “Ebooks die die Welt nicht braucht” in dem es um Geldmache im Internet geht. Heute bin ich bei der Suche nach Tipps für die morgen beginnende Fastenzeit auf ein besonders krasses Beispiel dafür gestoßen, wie Menschen mit Ebooks für dumm verkauft werden.
Auf der Seite fettverbrennen.net erzählt ein Mensch namens Robert im O-Ton die rührselige Geschichte, wie er und seine Frau Karen ohne Hungern und mit ein wenig Sport zig Kilo abgenommen haben. Es dauert gefühlte 30 Minuten bis Robert zur Sache kommt. Er will uns Übergewichtigen ein Ebook verkaufen, das auch anderen als ihm und Karen den Weg zur mühelosen Fettverbrennung weisen soll.
Roberts Ebook für Dicke hat Käufer gefunden, die das knapp 30 Euro teure Werk besprochen haben. Kurzfassung: Wer sich mit dem Thema Ernährung und Abnehmen beschäftigt hat, kennt das meiste. Jede andere Einschätzung hätte überrascht. Wunder gibt es eben nicht, vor allem nicht beim Abnehmen.
Interessant ist ein Blick ins Impressum der Website. Sie gehört nämlich nicht Robert, sondern einer Kölner Firma. Die hat neben der wundersamen Fettverbrennung noch weitere Heilsversprechen wie “Verdopple deine Dates” oder “Nasch dich schlank” im Programm. Der dicke Robert, so erfährt man nach ein wenig Recherche, hat übrigens einen Vetter in Amerika. Der heisst Rob und hatte auch mal Übergewicht. Zufällig heisst seine Frau auch Karen und seine Website sieht genauso aus wie die von Robert. Ich habe es nicht nachgeprüft, aber bestimmt verkauft er erstens Ebooks und zweitens die vielen Dicken in den USA für dumm.