Es ist schon einige Jahre her seit ich zum letzten Mal eine Zugfahrkarte am Schalter gekauft habe. Eine im Onlineportal der Bahn nicht buchbare Verbindung von Köln nach Brüssel machte nun einen Besuch im Bahn-Kundencenter eines deutschen Großstadtbahnhofs unumgänglich.
Berichte über schlechter gewordenen Service und einen Offline-Zuschlag für Fahrkarten kannte ich nur aus den Medien. Seit dem Betreten meines Kundencenters weiss ich, was damit gemeint ist. Einfach an einen freien Schalter gehen oder sich an den mit der kürzesten Schlange anstellen, ist nämlich nicht mehr. Wie im Arbeitsamt oder in der KfZ-Zulassungsstelle heisst es erste einmal ein Nümmerchen ziehen. Und dann geduldig zu warten bis das Ansinnen eines Fahrkartenkaufs bearbeitet werden kann.
Vielen Dank lieber E-Commerce, ich hatte vergessen wie erniedrigend die analoge Welt mitunter sein kann.
Das kenn’ ich. Mir hat besonders gefallen, daß ich als einziger(!) Kunde trotzdem eine Nummer ziehen musste und warten bis sie aufgerufen wurde. Die sind echt im 21. Jahrhundert angekommen